Podcast

Mit diesem Podcast möchten wir die Wissenschaftler in unserem Institut persönlich vorstellen. Es geht um Projekte, Werdegänge, Work-Life Balance und weitere Karriereplanung. Neben etablierten Gruppenleitern hören wir in jeder Folge auch von jungen Wissenschaftlern und ihren Herausforderungen. 

Alle Folgen werden als Video-Podcast auf unserem YouTube-Kanal verfügbar sein. Darüber hinaus veröffentlichen wir die reinen Audio-Versionen auch auf Spotify.

Zielgruppe

Alle, die sich für wissenschaftliche Themen interessieren und gerne einmal hinter die Kulissen blicken bzw. hören möchten.

Folge 10

"Der tollste Beruf, den man eigentlich machen kann"

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Die aktuelle Folge stellt die Arbeitsgruppe „Entwicklungsbiologie“ vor. Akademische Rätin Dr. Katrin Domsch und Gruppenleiterin Prof. Dr. Ingrid Lohmann sprechen über Zellidentität entlang der Körperachse, die Finanzierung von Forschungsvorhaben und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Trotz der großen, äußerlichen Unterschiede zwischen verschiedenen Lebewesen verläuft deren embryonale Entwicklung sehr ähnlich. Auf molekularer Ebene liegt dies daran, dass sich viele der verantwortlichen Gene während der Evolution nur wenig verändert haben. Eine wichtige Klasse dieser konservierten Gene sind die sogenannten Hox Gene. Diese sind entweder alleine oder in Kombination in den verschiedenen Bereichen entlang der Körperachse aktiv. Sie codieren für Proteine, welche an DNA-Abschnitte anderer Gene binden und diese somit spezifisch aktivieren oder hemmen können. Durch diese Regulation der nachgeschalteten Gene bestimmen sie das Entwicklungsprogramm innerhalb der jeweiligen Zellen und vermitteln ihnen somit ihre regionale Identität. So wird aus einer Nervenzelle beispielsweise eine typische Kopf-Nervenzelle. Wie genau das Netzwerk der Hox Proteine aussieht, und welche Gene sie in unterschiedlichen Regionen aktivieren bzw. hemmen, ist noch nicht verstanden. Hierzu forscht aktuell Katrin Domsch in der Fruchtfliege Drosophila melanogaster. Ein weiteres Forschungsgebiet des Labors ist die Regulation von Stammzellaktivität. Hierfür untersuchen sie den Hoden in der männlichen Fruchtfliege und analysieren, wie Stammzellen zum einen ein Leben lang erhalten bleiben, sie sich zum anderen nach der Zellteilung aber auch in Spermien entwickeln und ihre Stammzellfunktion verlieren.

Weitere Informationen zur Arbeit des Labors finden Sie auch auf der Homepage.

Folge 9

"... bald ein ganzer Mensch"

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Die neue Folge stellt die Arbeitsgruppe „Stammzellbiologie“ vor. Doktorand Denis Janocha und Gruppenleiter Prof. Dr. Jan Lohmann sprechen über Persönlichkeitsentwicklung, der Forschung an Stammzellen und Perspektiven als Wissenschaftler.

Die Gruppe forscht an den Stammzellen von Pflanzen. Dabei geht es darum zu verstehen, wie sie miteinander kommunizieren, auf die Umwelt hören und Entscheidungen treffen um ultimativ einen Organismus aufzubauen und am Leben zu halten. Um diese Prozesse zu untersuchen, analysieren sie den „Kopf“ der Pflanze – das Stammzellsystem oder auch Meristem des Sprosses, welches sich an der Wachstumsspitze befindet. Hier werden alle wichtigen Entscheidungen getroffen, wie z.B. welche neuen Zellen gebraucht werden und wie viele. Doktorand Denis Janocha hat sich dabei vor allem auf die Frage fokussiert, wie die Aktivität von Stammzellen reguliert wird. Welche äußeren Faktoren haben einen Einfluss und über welche molekularen Wege wirken sie? Er hat dabei entdeckt, dass das sogenannte TOR-Gen eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielt. Es wird von Licht und Stickstoff aktiviert und beeinflusst die Verfügbarkeit von Pflanzenhormonen. Dadurch hat es auch eine direkte Wirkung auf die Aktivität der Stammzellen. 

Weitere Informationen zur Arbeit des Labors finden Sie auch auf der Homepage.

Folge 8

"Möglicherweise ist Kaffee ein guter Katalysator"

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In dieser neuen Folge hören wir von der Arbeitsgruppe „Entwicklungsbiologie und -physiologie“. Doktorandin Christina Schlagheck und Gruppenleiter Prof. Dr. Jochen Wittbrodt sprechen über ihre Begeisterung für die Wissenschaft, spannenden Kollaborationen und der Wichtigkeit von Grundlagenforschung.

Das Wittbrodt Lab arbeitet an zwei großen Forschungsschwerpunkten. Zum einen sind sie an der Aktivität von Stammzellen interessiert, welche zum Wachstum von Geweben und dessen Funktionserhalt beiträgt. Dafür untersuchen sie das Auge von Fischen, wie dem japanischen Reisfisch Medaka, welches lebenslang wächst. Die Gruppe versucht zu verstehen, wie die lokale Gruppe an Stammzellen reguliert wird, damit stets die richtige Menge an benötigten Zelltypen entsteht. Welche verschiedenen Faktoren dabei das Schicksal von Zellen beeinflussen ist noch nicht vollständig verstanden. Ob physikalische Faktoren ebenfalls eine Rolle spielen, adressiert Christina Schlagheck in ihrer Doktorarbeit. Hierzu kollaboriert sie mit anderen Experten innerhalb des Exzellenzclusters 3D Matter Made To Order, zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie. Ein weiterer wichtiger Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe ist die Genetik der Individualität. Dabei möchten sie herausfinden, welchen individuellen Beitrag einzelne Gene zur Individualität eines Organismus leisten. Dafür bestimmen und testen sie Unterschiede in den DNA-Sequenzen und vergleichen die daraus resultierenden Merkmale ihres Modellsystems.

Weitere Informationen zur Arbeit des Labors finden Sie auch auf der Homepage.

Folge 7

"Man muss sich die Informationen natürlich dann auch irgendwann durchlesen"

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Diese Folge dreht sich um das Thema Lehre, denn sie ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit in den Biowissenschaften. Da uns die Ereignisse vom 24. Januar auch in diesem Punkt getroffen haben, möchten wir betonen, dass wir den Studierenden weiterhin eine offene Kultur und lebendige Universität bieten wollen. Die Folge wurde bereits vor den Ereignissen aufgenommen, bietet aber immer noch aktuell einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Lehre und stellt zwei unserer Dozenten persönlich vor: Akademische Oberrätin Dr. Melanie Krebs und Lehrkoordinator Dr. Roland Gromes.

Beide sprechen von ihren verschiedenen Positionen und ihren Wegen dorthin. Darüber hinaus geben sie Einblicke in die Organisation der Lehre, den Veränderungen vor und während Corona und den Aufgaben für die Zukunft.

Weitere Informationen zur Lehre an unserem Institut finden Sie auch auf der Homepage.

Folge 6

"Ein kleines bisschen Probleme mit Autorität"

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In dieser Folge stellt sich die Arbeitsgruppe „Entwicklungs- und Zellbiologie der Pflanzen“ vor. Es sprechen Gruppenleiter Prof. Dr. Alexis Maizel und Postdoc Dr. Michael Stitz. Wir hören von ihren frühen Berufswünschen, der Forschung an Pflanzenwurzeln und kleinen Veränderungen mit großer Wirkung.

Das Maizel Lab untersucht den sogenannten Prozess der Morphogenese, also die Entwicklung eines Organismus, bzw. seiner Organe. Die Wissenschaftler sind daran interessiert, wie die Informationen auf der DNA zuverlässig die charakteristischen Formen eines Organismus hervorbringen. Als Modell dient ihnen hierzu die Pflanze Arabidopsis thaliana, da Pflanzen – im Gegensatz zu Tieren – ein Leben lang neue Formen, also Organe ausbilden (z.B. Blüten, Blätter und Wurzeln). Besonders gut untersuchen lässt sich die Entwicklung neuer Organe am Wurzelsystem, genauer gesagt an der Entstehung von Seitenwurzeln. Sie dienen der Entdeckung der Umgebung auf der Suche nach Wasser und Nährstoffen und werden nach Bedarf geformt. Die Gruppe arbeitet daran zu verstehen, welches molekulare Zusammenspiel nötig ist, damit aus einzelnen Zellen neue Formen entstehen. Außerdem möchten sie wissen, wie genau die Verfügbarkeit von Ressourcen das Entwicklungsprogramm der Pflanze beeinflusst.

Weitere Informationen zur Arbeit des Labors finden Sie auch auf der Homepage.

Folge 5

"Aber es geht ja weder um Leben und Tod..."

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In dieser neuen Folge stellt sich die Arbeitsgruppe „Biologie der Spaltöffnungen“ vor. Es sprechen die beiden Leiter dieser Gruppe, Dr. Heike Lindner und Dr. Michael Raissig. Beide sprechen von ihren bisherigen Werdegängen, der Forschung an wassersparenden Gräsern und der gemeinsamen Gruppenleitung als Familienbusiness.

Das „Stomatal biology“ Lab forscht an Spaltöffnungen von Gräsern. Dies sind Atmungsporen an der Oberfläche von Blättern, welche dem Gasaustausch mit der Umgebung dienen. So wird über diese Öffnungen zum einen Kohlendioxid aufgenommen, aber auch Wasser abgegeben. Als Modellorganismus nutzt die Gruppe Brachypodium distachyon, ein Gras, welches mit Weizen und Gerste verwandt ist. Die Spaltöffnungen dieser Pflanze zeichnen sich durch eine innovative Form aus und sind sehr effizient. Anhand dieses Modells wollen die Forscher untersuchen, wie aus einzelnen Zellen diese komplexen, multizellulären Strukturen entstehen. Welche Gene sind dafür verantwortlich und wie kommunizieren und organisieren sich die Zellen untereinander? Darüber hinaus soll durch den Vergleich mit anderen Pflanzen verstanden werden, wie genau die Form der Spaltöffnungen ihre Funktion beeinflusst.

Weitere Informationen zur Arbeit des Labors finden Sie auch auf der Homepage.

Folge 4

"Und da hat eine Schnecke meine Tabakpflanze angefressen"

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In der aktuellen Folge lernen wir die Arbeitsgruppe „Molekulare Biologie der Pflanzen“ kennen. Es sprechen Gruppenleiter Prof. Dr. Rüdiger Hell und Doktorandin Laura Armbruster. Beide erzählen von ihrer Begeisterung für Pflanzen, den alltäglichen Herausforderungen als Wissenschaftler und ihren Überlegungen für die Zukunft.

Das Hell Lab forscht am Schwefelstoffwechsel und einer bestimmten Proteinmodifizierung, der sogenannten N-terminalen Acetylierung, in der Modellpflanze Arabidopsis thaliana. Schwefel ist für einen Organismus lebenswichtig und hat sowohl katalytische als auch regulatorische Funktionen. Er wird benötigt um Biomoleküle aufzubauen und ist ein wichtiger Bestandteil von Proteinen, da er in den Aminosäuren Cystein und Methionin vorkommt. Während Pflanzen selbst Cystein herstellen können, müssen wir Menschen diese Aminosäure mit der Nahrung aufnehmen. Durch seine Vielfalt an Funktionen ergibt die Untersuchung des Schwefelstoffwechsels ein großes Arbeitsgebiet: von der Aufnahme von Sulfat im Boden, über Stoffwechselbiochemie, Genregulation, organismische Entwicklung bis hin zu Stressresistenz. Die Stressresistenz steht auch im Mittelpunkt der Untersuchungen von N-terminaler Acetylierung. Diese Proteinmodifikation kommt bei etwa 80% aller Proteine vor und sorgt dafür, dass sich ihre Eigenschaften ändern. Warum Pflanzen diesen Mechanismus bei so vielen Proteinen anwenden und wie dieser Prozess reguliert wird, das untersucht Laura Armbruster in ihrer Doktorarbeit.  

Weitere Informationen zur Arbeit des Labors finden Sie auch auf der Homepage.

Folge 3

"Ich wollte das eigentlich geheim halten"

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In der aktuellen Folge lernen wir das Greb Lab kennen. Es sprechen Gruppenleiter Prof. Dr. Thomas Greb und Postdoc Dr. Theresa Schlamp. Beide erzählen von ihren unterschiedlichen Stationen, ihrer beruflichen Flexibilität und der Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere.

Das Greb Lab forscht am Dickenwachstum von Pflanzen. Es ist die Grundlage für die Bildung von Holz und damit verantwortlich für die Entstehung von Biomasse auf der Erde. Das Dickenwachstum geht von einer Gruppe von Stammzellen in Wurzeln und Pflanzensprossen aus. Diese bilden durch Zellteilung neues Gewebe, welches je nach Lage innerhalb der Pflanze verschiedene Aufgaben erfüllt. Dabei spielt die Kommunikation zwischen Zellen eine wichtige Rolle. Die Arbeitsgruppe untersucht in diesem Zusammenhang, wie die Entstehung des neuen Gewebes reguliert wird. Wie wird festgelegt, wann, wie viele und welche neuen Zellen gebraucht werden? Diese gewonnen Informationen sind nicht nur spezifisch für Pflanzen, sondern helfen auch die allgemeinen Konzepte der Wachstumsregulation in anderen multizellulären Organismen zu verstehen.

Weitere Informationen zur Arbeit des Greb Labs finden Sie auch auf der Homepage.

Folge 2

"Kommt einem vielleicht komisch vor"

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In dieser Folge stellt sich das Lemke Lab vor. Wir sprechen mit Gruppenleiter Dr. Steffen Lemke und Postdoc Dr. Silvia Urbansky. Sie erzählen von ihren verschiedenen Wegen in die Wissenschaft, der Findung des eigenen Forschungsthemas und dem Moment zum Weiterziehen.

Das Lemke Lab forscht zum Thema Evolution in der frühen Entwicklung von tierischem Leben. Zu Beginn seiner Entstehung besteht jedes Lebewesen aus einem einfachen Gewebe, welches sich durch Faltung und Umbildung in einen komplexen Organismus entwickelt. Dieser Prozess weist jedoch Unterschiede auf, wenn man Lebewesen verschiedener Arten vergleicht. Dadurch entstehen letzten Endes auch ihre unterschiedlichen Eigenschaften. Die Arbeitsgruppe untersucht deshalb, welchen Einfluss das Auftreten neuer Gene auf die frühe Entwicklung von Organismen hat. Hierfür arbeiten sie mit unterschiedlichen Fliegenarten, da sie einfach zu untersuchen sind und ihre ersten Entwicklungsschritte vergleichbar ablaufen. Da sich diese jedoch seit ca. 250 Millionen Jahren unabhängig voneinander entwickeln, sind sie ebenfalls gut geeignet um evolutionäre Aspekte zu adressieren.

Weitere Infos zur Arbeit des Lemke Labs finden Sie auch auf der Homepage

Folge 1

"Alles schon im Kopf drin, das ist der erste Schritt"

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In der ersten Folge sprechen wir mit Wissenschaftlern aus dem Guse Lab. Am Mikrofon sind die Gruppenleiterin Prof. Dr. Annika Guse und ihr Postdoc Dr. Sebastian Rupp. Sie erzählen von ihrer Forschung und geben Einblicke in ihren Arbeitsalltag, ihren Weg zum Beruf eines Wissenschaftlers und die weitere Zukunftsplanung.  

Die Arbeitsgruppe forscht zum Thema Korallensymbiose. Dieser Mechanismus ist die Grundlage für die Funktion von Korallenriffen, einem sehr wichtigen Ökosystem mit ökologischer und ökonomischer Bedeutung. Bei der Korallensymbiose handelt es sich um eine Zusammenarbeit von einer Koralle (einem Tier) und einer einzelligen Alge (einer Pflanze). Die Arbeitsgruppe Guse vom Centre for Organismal Studies (COS) der Universität Heidelberg untersucht, wie sich die beiden Partner der Symbiose finden und untereinander Nährstoffe austauschen.

Weitere Infos zur Arbeit des Guse Labs finden Sie auch der Homepage.

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